Die neuesten Angebote für MINT-EC-Schüler-Camps stehen online. Sie bieten die Möglichkeit, in den verschiedenen MINT-Fächern an mehreren Tagen zu forschen, zu entdecken und zu staunen.
- MINT-EC-Camp Automationstechnik in Detmold (moderne Informationstechnik, Kommunikationstechnologie, die intelligente Vernetzung von Maschinen) – Februar 2016
- MINT-EC-Camp Energie in Wiesbaden (Schwerpunkte im Bereich Biologie, Physik und Sport) – Februar 2016
- MINT-EC-Camp (Elektro-)Mobilität in Bochum (Physik und Ingenieurwissenschaften) – Februar/März 2016
- MINT-EC-Camp Informatik in Aachen (Mit Informatik die Welt verbessern!) – März 2016
- HPI-MINT-EC-Camp(-Akademie) Informatik in Potsdam – April 2016 und
- MINT-EC-Camp Energie in Oldenburg (Schwerpunkt Chemie und Physik) – Juni 2016
sind im Angebot.
In der Regel wird keine Teilnahmegebühr erhoben. MINT-EC übernimmt die Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Die Reisekosten sind von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hingegen selbst zu tragen.
Wer Interesse an einer dieser Veranstaltungen hat, kann sich auf der Internetseite des Vereins MINT-EC näher informieren und sich dann in Absprache mit Frau Löwe (Kontaktaufnahme per Mail oder persönlich in der Schule) am 08.12.2015 ab 15.00 Uhr anmelden.
Da die Plätze in den Veranstaltungen heiß begehrt sind und inzwischen 247 Schulen im Netzwerk ihren Schülerinnen und Schülern die Veranstaltungen anbieten, ist es wichtig, sich rechtzeitig zu informieren, Kontakt zu Frau Löwe aufzunehmen und sich dann auch direkt am 08.12.2015 um 15.00 Uhr bei der gewünschten Veranstaltung anzumelden.
Dass sich die Teilnahme an einer MINT-EC-Veranstaltung lohnt, zeigt z. B. der folgende aktuelle Bericht von Anna Puchert aus der Q2. Sie hat Ende Oktober 2015 für 4 Tage an einem MINT-EC-Camp in Aachen teilgenommen.
Materialwissenschaften und Werkstofftechnik erforscht im Team von Gleichgesinnten
Vom 28.10. bis zum 31.10.2015 fand in Aachen das MINT-EC Camp für Materialwissenschaften und Werkstofftechnik statt und ich konnte dabei sein. Als ich mich angemeldet habe, konnte ich mit dem Thema erst nicht viel anfangen. In der Beschreibung des Camps stand, dass in diesem Bereich eigentlich alle Naturwissenschaften praktisch angewandt werden. Ich war sehr neugierig und habe mich sehr auf das Camp gefreut. Die Tage in Aachen standen unter dem Thema „Das Automobil-vom Rohstoff zum Recycling".
Auf dem Weg nach Aachen war ich etwas nervös, da ich dort ja niemanden kannte, aber diese Sorge hat sich als völlig unbegründet herausgestellt, weil ich viele neue nette Leute kennenlernen durfte.
Stattgefunden haben alle Programmpunkte in der RWTH Aachen und wir konnten in viele unterschiedliche Bereiche einen Einblick gewinnen. Zu Beginn wurden wir zunächst begrüßt und dann folgte direkt der erste Vortrag. Der Vortrag gab uns einen Überblick über das Thema Rohstoffe im Allgemeinen, er zeigte, wie wichtig Recycling ist und warum ein „geschlossener Rohstoffkreislauf" (also Recycling ohne Verluste) eigentlich nicht möglich ist. Um den ersten Schritt des Recyclings ein wenig nachzuvollziehen, haben wir (Spielzeug-)Autos mithilfe einer Maschine zerkleinert. Durch starkes Erhitzen wurden am nächsten Tag aus den Kleinteilen die Metallteile isoliert, was in Verbindung mit weiteren Vorträgen zur Aufbereitung von Schrott und zum Recycling der metallischen Komponenten stand. Im Institut für Eisenhüttenkunde durften wir erneut interessanten Vorträgen lauschen. Wir wurden dort anschließend durch die unterschiedlichen Bereiche geführt und konnten beobachten, wie Aluminium in Formen gegossen wurde.
Am Abend war eine Stadtführung für uns organisiert, sodass wir auch die Stadt Aachen kennenlernen konnten.
Am letzten ganzen Tag haben wir unterschiedliche Bereiche besucht:
- Bildsame Formgebung, wo wir einen sehr kleinen Elektrolichtbogenofen live erleben konnten;
- Gesteinshüttenkunde, wo wir beispielsweise selber Glas abgießen durften;
- Werkstoffchemie, wo zur Beschichtung von Werkstoffen zum Beispiel ein Argonplasma erzeugt wurde;
- Metallkunde und Metallphysik, wo wir selber Aluminiumbleche walzen und mit einem Tiefziehverfahren in Form bringen konnten.
Am letzten Tag wurden uns noch einmal die Universität Aachen und die unterschiedlichen Studiengänge, gerade im MINT-Bereich, vorgestellt.
Abends nach dem Programm wurde jeder Tag in einem Plenum reflektiert, gemeinsam gegessen und danach konnten wir unsere Zeit nutzen, wie wir wollten, sodass wir in kleineren Gruppen noch etwas unternehmen konnten.
Insgesamt war es eine unvergessliche Erfahrung, mit Gleichgesinnten so umfangreich über ein Themengebiet informiert zu werden, so viel zu lernen und sich mit anderen austauschen zu können.